Die Geschichte unserer Stadt
 

Kisújszállás ist eine urtümliche kumanische Siedlung. Ständige Siedlungen gab es hier seit Mittelalter. Sechs Siedlungen aus dem Árpád - Zeitalter wurden in den letzten 30 Jahren ausgegraben. Die zwischen 1243-46 angesiedelten Kumanen - die Ahnen der heutigen Einwohner - bauten auf diese Plätze ihre Quartiere. Das Gebiet von Kisújszállás ist seit 4-5000 Jahren bevölkert.

Im Jahre 1395 wurde die Stadt Kisszállás genannt. 1470 wurde die Siedlung in einer königlichen Urkunde als Kisújszállás erwähnt. Im Jahre 1557 lebten ungefähr 120 Menschen in der Landschaft. Zur Zeit der türkischen Feldzüge entvölkerte sich die Siedlung mehrmals. Die Bevölkerung wurde auf den Besitztum von Rákóczi gerettet. Die Erlaubnis der Wiedersiedlung wurde am 17. August 1717 nach Nyssa an den Deutschritterorden vom Hauptmann Orczy zur Bewilligung geschickt, in der die Steuerfreiheit für die Bauern garantiert wurde.

Im Jahre 1720 lebten 300 Menschen hier.

Der wirtschaftliche Aufschwung und die Wiedergewinnung der Freiheit von Großkumanien erfolgte durch die Erlösung (Redemption) im Jahre 1745. 1806 erhielt die Stadt den Titel „Landstadt" mit Marktrecht von Franz I. Der Handel blühte auf. Eine ganze Reihe von Gilden entstand. Die Pelze von Sándor Gaál erwarben einen europäischen Ruhm. Dieses Gewerbe wird heutzutage von der Takács - Dynastie betrieben.

In der ungarischen Revolution 1848/1849 hatte Kisújszállás eine große Rolle. Hauptmann der Kumanen János Illéssy war der Regierungskommissar von Kossuth und Mitglied des Parlaments in Debrecen.
1857 wurde die Eisenbahnlinie Szolnok-Karcag gebaut, dadurch die Stadt ins Verkehrsnetz des Landes eingebunden wurde. Im Jahre 1872 lebten 30 000 Menschen hier. Zur Zeit des Millenniums entstand das heutige Gesicht der Stadt. Charakteristisch für die Baukunst sind sowohl die Bauernhäuser mit Schilfdach als auch die Gebäudekomplexe im Stil des Barocks und des Klassizismus.

Kisújszállás ist eine Landstadt mit industriellen und kommerziellen Dienstleistungen. Geschäfte, Gaststätten, Pensionen erwarten die Gäste. Das 48-49 ºC warme Heilwasser (mit Alkali-Wasserstoffcarbonaten und mit Jod) des Bades Kumania ist zur Heilung der gynäkologischen, rheumatischen Krankheiten und Krankheiten der Bewegungsorgane empfohlen.  Neben Baden kann das Schöpferhaus Lajos Papi und die aus mehr als 2000 Stücken bestehende Sammelausstellung im ethnographischen Ausstellungssaal, die die Stadt Kisújszállás und alte Einrichtungsgegenstände der Landschaft vorstellt, besichtigt werden.

Eine angenehme Erholung bietet das Horváth- Gehöft, wo die kumanischen Reitertraditionen kennengelernt werden können. Im September jeden Jahres wird der Kumanenkampf mit den Programmen u.a. Poni-Gespannfahrenwettbewerb, Kochwettbewerb, Reiter-Ringkampf, internationaler Reiter- Bogenschützenwettbewerb veranstaltet. Kisújszállás bietet gute Möglichkeiten, in der Puszta von Hortobágy und in Eger einen Ausflug zu machen. In Richtung Süden erwartet die Besucher die ungestörte Vogelwelt des Flusses Berettyó und das Trappereservat in Dévaványa.